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Eine Pauſe von einigen Minuten folgte, während welcher Evchen einen Brief las und ihre Couſine in einem Buche blätterte.
„Ich wollte, ich wüßte Dein aufrichtiges Urtheil über uns, Eochen,“ ſagte Grace plötzlich.„Weßhalb wollteſt Du gegen eine nahe Verwandte verſchloſſen ſein? ſage mir offenherzig, biſt du mit deinem Geburtslande wieder ausgeſöhnt?“
„Du biſt die Elfte, die mir dieſe Frage vorlegt, welche mir von Dir deſto unerwarteter iſt, da ich nie mich gegen mein Geburtsland ausgeſprochen habe.“
„So meine ich es auch nicht. Ich wünſchte nur zu wiſſen, wie unſer geſelliges Leben diejenigen berührt, die außer Landes erzogen worden ſind.“
„Dann verlangſt Du Urtheile zu hören, welche we⸗ nig Werth haben können, da meine Erfahrungen über das geſellige Leben in der Heimath kaum vierzehn Tage alt ſind. Es gibt indeſſen viele Bücher über unſer Land; manche haben wirklich urtheilsfähige Männer zu Ver⸗ faſſern. Warum befragſt du nicht lieber dieſe?“
„Die Reiſebeſchreiber meinſt Du! Keiner von ihnen verdient, daß man ihn wiederholt anſehe. Wir pflegen ſie ſammt und ſonders gebührend zu verachten.
„Daran zweifle ich auf keine Weiſe, da ihr alle, ſammt und ſonders, dieſes einſtimmig behauptet, auf den großen Landſtraßen wie auf den Nebenwegen. Es gibt keinen größern Beweis von Verachtung, als wenn man die


