Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
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in den Gebirgen erreicht, das ſo berühmt iſt, weil es den Gletſcher der Rhone enthält, als der Zu⸗ fall mir einen jener ſeltnen Augenblicke von Er⸗ habenheit und Stille verſchaffte, welche in dieſer Halbkugel wegen ihres nicht häufigen Vorkom⸗ mens nur um ſo köſtlicher ſind. Auf jeder Seite war die Ausſicht durch hohe, zerriſſene Berge be⸗ grenzt, deren Gipfel nahe an der Sonne erglänz⸗ ten, während unmittelbar vor mir und auf glei⸗ cher Linie mit dem Auge jener wunderbare ge⸗ frorene See lag, aus deſſen Ueberfluß die Rhone hervorſtuͤrzt, um, ein ſchäumender Strom, weg nach dem fernen Mittelländiſchen Meer zu ent⸗ eilen. Zum erſten Mal, auf einer Pilgerfahrt von vielen Jahren, fühlte ich mich in Europa allein mit der Natur. Ach, der Genuß, wie nothwendiger Weiſe alle ſolche Genüſſe im Drän⸗ gen der alten Welt, war kurz und trügeriſch. Ein Trupp kam um die Ecke eines Felſens herum, auf dem engen Maulthierpfad, in einzelnen Reihen;