III.
Les flamens ayment fort pen les autres nations et ont été si adounez aux armes et ai remuanis quils n'ont jamais peu vivre en paix. Charles Boscard.
Die Sonne erhob ſich langſam und herrlich am Ho⸗ rizonte. Eine ihrer Strahlen ſiel ſchief auf das Fenſter von Ludwigs Zimmer,— und oͤffnete des Jünglings Augen. Unruhig erhob er ſich vom Bette und nachdem er einen Augenblick betend gekniet hatte, kleidete er ſich an, gürtete ſich den Degen um die Lenden, küßte mehrmals das Bild ſeiner lieben Gertrud, ſtieg zu Pferd und durch⸗ kreuzte die Straßen, die ihn nach dem Kipdorpthor führen ſollten.
Er verwunderte ſich über die Menge gewaffneter Männer, die mit ihm den nämlichen Weg verfolgten. Viele Reiter ritten an ihm vorbei und die Straßen wiederhallten von dem ſchweren Tritte der Pferde. Frauen und Kinder zogen truppweiſe fort.
Ludwig, der nicht begreifen konnte, was die Urſache des frühen Zuges ſei, näherte ſich einem der Reiter, der gleich den übrigen mit Gewehr und Dolch gewaffnet war und fragte ihn, warum ſie alle denſelben Weg verfolgten und ruhig und wohlgemuth zum Kampfe zoögen.
„Ja, Junker Ludwig!“ antwortete der Reiter ihn be⸗ trachtend,„wißt Ihr nicht, daß heute eine außerordentliche Predigt bei Burgerhout gehalten wird?“
„Aber warum ſeyd Ihr dann ſo gewaffnet?“
„Glaubt Ihr, Junker, wir geben uns wie Schafe der ſpaniſchen Rache ans Meſſer?“ ſprach der Geuſe lachend, „wenn wir ungewaffnet wären, würde ſie nicht zoͤgern, uns
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