Teil eines Werkes 
1.Band (1876)
Entstehung
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der Schulmeiſter eine Moral aus der Geſchichte ziehen wollte und ſo entſtand eine Pauſe. Endlich fragte Mr. Ogg:Was für eine Art von Seele haben wohl ſolche armſeligen Geſchöpfe; welche Civiliſation und Kultur können ſie erlangt haben mit ſolchen Vorſtellungen über ihren Körper?

In der Geſchichte iſt mehr, als Sie zu ſehen ſcheinen, ſagte David, eifrig im Zimmer auf und ab humpelnd.Wenn Sie damit beweiſen wollen, daß dieſe armen Leute ſo zu ſagen kein Seelenleben haben, dann haben Sie das Beiſpiel nicht gut gewählt. Ja, ich behaupte, daß das arme Weib, die ein andres armes altes Weib um Mitternacht ſäubert und vierzig Jahre lang hinterdrein krank iſt ohne darüber zu klagen, ich behaupte, daß ſie eine Seele hat und zwar eine gute, wie nur eine von den Traktätchen und Geld vertheilenden Damen, oder einer der Märtyrer oder Miſſionäre, die von Wilden aufgefreſſen ſind. Schulmeiſter, Sie müſſen das große Epos noch von einem höheren Standpunkt auffaſſen.

Jedenfalls müſſen Sie zugeben, daß ich meinem jungen Freunde nicht den Kopf voll Paradoxien pfropfe, ſagte Mr. Ogg, mit dem ſtillſchweigenden Urcheil, daß David zwar ein für ſeinen Stand ungewöhnlich intelligenter Menſch ſei, daß man aber