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Ein Metallklang, wie von dem Schlag einer Uhr, brach die Rede des Apothekers plötzlich ab. Er ſprang auf, leerte ſein Glas bis auf den Boden und ſagte heftig:
„Himmel, es ſchlägt zehn Uhr! Meine Frau wird nicht wenig ſauer ſehen! ich höre ſie ſchon von hier aus keifen. Gute Nacht!“
„Aber jetzt laſſen Sie den Herrn daſtehen, ohne daß er das Ende Ihrer Geſchichte weiß,“ bemerkte Jemand.
„Ja, ich kann nicht helfen,“ ſagte der Apotheker. „Morgen Abend will ich weiter erzählen. Will der Herr am Vormittag mich mit einem Beſuche beehren, ſo werde ich ihm die Geſchichte von Bella Stock in aller Ausführlichkeit erzählen. Adieu, Adieu bis Morgen!“
Und er lief zur Thüre hinaus, trotz der Bemühun⸗ gen ſeiner Freunde, ihn zurückzuhalten.
Des andern Tages begab ſich der fremde Beſucher in das Haus des Apothekers. Mehr als zwei Stun⸗ den blieb er, mit dem Ellenbogen auf den Ladentiſch geſtützt, und hörte der Erzählung der Begebenheiten von Bella Stock und dem geflüchteten Edelmann zu Geneigter Leſer, Du haſt es bereits errathen, nicht wahr? Der fremde Beſucher war Niemand anders, als Dein ergebener Diener. Wenn er ſo aufmerkſam der Erzählung des alten Apothekers zu⸗ hörte, ſo wurde er dabei nur durch die Hoffnung beſtimmt, daß er ſeinerſeits Dir die Geſchichte von dem liebreichen und muthvollen Fiſchermädchen gleich⸗ falls erzählen könnte.


