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ſamkeit der Leproſie Erlegenen war von dieſen Thieren verſchlungen worden.
Um meine Mutter und Schweſter zu ſichern, rollte ich mit ſchwerer Mühe zwei große Steine vor die Höhle und dann erſt nahm ich meinen Weg nach der Stadt. Bei der Vorſtadt angekommen, wandte ich mich rechts ab und ſetzte meinen Weg fort, bis ich glaubte, nicht mehr ferne vom Peſthauſe zu ſein. Dann begann ich vorſichtig zwiſchen den Bäumen und dem Geſträuch hinzukriechen, um nicht von den Todtſchlägern bemerkt zu werden. Endlich gelangte ich an den Fuß der Mauer und warf das Brief⸗ chen hinüber; in der Dunkelheit hatte ich das weiße Per⸗ gament glänzen ſehen und war verſichert, daß es in das Peſthaus gefallen ſei. Nun zweifelte ich nicht mehr, daß es mein Vater bekommen werde, da er allein die arabiſche Schrift leſen konnte und man ihm dieſelbe gewiß aus Neugierde zeigen würde. Vergnügt über das gute Ge⸗ lingen dieſes erſten Verſuches, kehrte ich eiligſt zur Höhle zurück, wo ich meine Mutter und Schweſter in der Dun⸗ kelheit weinend fand. Die Ausſicht aber, daß mein Vater gerettet werden könnte, tröſtete mich ſehr.
Ehe die Sonne aufging, brach ich einige Zweige des niederſten Geſträuches ab und bildete aus demſelben auf dem Boden der Höhle ein Lager für meine Mutter und Schweſter; darüber breiteten ſie einen Theil ihrer Kleider und verſuchten, auf meine Bitte, ob ſie nicht ſchlafen könnten. Ich erklärte ihnen, daß ich die Höhle verlaſſen müßte, um
eine Leiter zu ſuchen und wartete, bis der Schlaf ſich ihrer
bemächtigt hätte. Um neun Uhr verfielen die Frauen end⸗ lich in tiefen Schlaf. Ich nahm Geld und ging, nachdem ich zuvor die Steine wieder vor den Eingang der Höhle gerollt hatte.
Schon hatte ich einen Theil des Tages damit ver⸗ bracht, alle Pachthofe wie ein Spion zu umlauern, doch nirgend fand ich, was ich ſuchte. Wohl ſah ich Leitern, voch ſie waren alle mit Ketten und Schlöſſern an die


