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Goldenen
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Löwen auf der Straße; wohl war der Poſtwagen von einem halben Dutzend Reiſender umringt; wohl waren einige neugierige Einwohner des Dorfs unter ihre Hausthüren getreten; aber dieß Alles konnte weder den Sohn noch die Mutter in dem Erguß ihrer herzlichen Freude zurückhalten.
Es war ein langer Kuß, den Adolph ſeiner bei⸗ nahe umſinkenden Mutter auf die Lippen drückte; und wahrlich, er fühlte, wie er es gewünſcht hatte, das Herz, welches ihn ſo ſehr liebte, an ſeinem hoch⸗ klopfenden Buſen ſchlagen. Und nachdem er ein paar zärtliche Worte der Dankbarkeit und Liebe der faſt bewußtloſen Frau in's Ohr geflüſtert hatte, lief er auf ſeine Schweſter zu und ſchloß ſie unter den ſüße⸗ ſten Beinamen in ſeine Arme.
Adelina, die ein wenig zur Seite geblieben war, trat jetzt herzu, blieb mit einem bittenden Lächeln vor Adolph ſtehen und ſchaute ihm ſchweigend in die Augen.
Der Jüngling, einer plötzlichen Eingebung fol⸗ gend, war eben im Begriff, die Freundin ſeiner Kindheit ebenſo herzlich zu umarmen; aber ſei es, daß ihre Schönheit, oder die Gegenwart ſo vieler Leute, oder ein anderes Gefühl ihn zurückhielt, er blieb ſtehen und zögerte, während eine lebhafte Röthe ſeine Stirne färbte. Doch that er ſich ſelbſt Gewalt an, faßte die Hand des Mädchens und flüſterte in tief bewegtem Ton:
„Adelina, gute Adelina, Sie auch, Sie kommen mir entgegen? Sie freuen ſich über mein Glück? D, Dank, Dank für Ihre edelmüthige Freundſchaft!“
Das Mädchen betrachtete mit einer Art Erſtau⸗


