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sehr, dafs wir bey unsern Nachforschungen in dem Landhause nicht sorgfältiger gewesen wa. ren; doch tröstete uns der Gedanke, dafs wir künftig wieder nach Mitylene kommen würden; indefs wird diese Hoffnung nun wohl nicht er- füllt werden.— Ich theile dieses alles mit, weil ich es für nicht uninteressant halte, und um des Lords guten Namen zu retten, der so sehr ver- läumdet worden ist. Man hat ihn beschrieben als ein gefühlloses Wesen, abgeneigt allem Um- gange mit Menschen, unbekümmert, ihren Kummer zu lindern, oder ihre Freuden zu er- höhen.— Aus den erzählten Anekdoten geht aber grade das Gegentheil hervor. Alle feineren Gefühle des Herzens, wie sie sich in des Lords Gedichten so herrlich ausprägen, scheinen in seinem Busen zu leben. Zärtlichkeit, Mitge- fühl und Wohlthätigkeit scheinen alle seine Handlungen zu leiten; ja, seine Neigung zur Einsamkeit und Entfernung von der Welt, ist ein Grund mehr, zu glauben, dafs Religion in


