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Verhehlt mufst's werden— doch dies Insich- pressen
Verstärkte nur des Busens heifse Triebe.—
Sogar die Unschuld auch hat ihre List,
Und will verläugnen, was doch Wahrheit ist,
Von Jugend auf lernt Heucheley die Liebe,
73.
Doch Leidenschaft verräth sich, auch verstellt, Selbst durchihr Dunkel, wie der dunkelste Himmel Verkündigt des Sturmes wildestes Getümmel— Das Auge zeugt, das schlechte Wache hält! Und wie sie sich auch immer mag gestalten, Es ist und bleibt dieselbe Heucheley,
Sey's Kälte, Zorn, Hafs— ob's Verachtung sey— Nur Masken sind's wohl oft— zu spät nur vor-
gehalten.
74. Da giebt es Seufzer, tiefer nur durch Unterdrücken, Verstohl'ne Blicke— süfser noch durch das Be-
rücken, Ein hoch Erröthen, sonder alle Schuld, Bey'’m Sohn ein Zittern, fern— die Ungeduld! Vorspiele, welche auf Besitzung deuten, Stets da, wo junge Leidenschaft erwacht, Sie zeigen nur— die Unbeholfenheiten, Wenn Läeb' in eines Neulings Brust sich facht.
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