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Und mehr von Lieb', als beyden; seinem Glanze
Lag etwas bey— wohl nicht sehnsücht'ger Drang,
Doch konnt er's werden— allein die Seele rang
Sich hindurch, und hauchte Keuschheit auf das CGanze.
61.
Die Stirn von glänzend schwarzem IIaar umflogen, War Spiegel ihres Geistes, sanft und schön, Der Brau'n Gestalt wargleich dem Himmelsbogen, Der Jugend Roth sahst du der Wang' entweh'n, Bisweilen sich steigernd zu schimmernder Gluth, Als entblitzt' es den Adern; in Wahrheit, aus- erlesen
War ihre Mien'’ und ihr holdselig Wesen, Lang war sie— butz'gen Frau'n bin ich nicht gut.
62.
Sie war an einen Funfziger vermählt— g'nug hat
Man solcher Eheherrn von Rom bis Danzig;
Jedoch dächt' ich, an solches Einen Statt,
Sey's besser, zwey zu haben von fünf und zwanzig;
Besonders in den Au'n der Sonnenwende;
So eben denk' ich dran,«mi vien in mente,“
Wie Frauen, selbst mitsteif erzwung'ner Tugend,
Sich Männer loben von noch rüst'ger Jugend.


