Dergleichen Betrachtungen waren wohl faähig, ihr Gemuͤth zur Verzweifelung zu bringen. Sie beſchloß, an ihre Freundin Ancelina zu ſchreiben; lange ſchon hatte ſie dieſe Abſicht gehabt, war jedoch immer wieder davon abge⸗ ſtanden, indem ſie anfaͤnglich glaubte, ihr Aufenthalt in London wuͤrde zu kurz ſeyn, als daß ſie Antwort erhalten koͤnnte, ſpäter hatte die Scham uͤber Godwins Leben ihren Entſchluß nicht zur Ausfuͤhrung kommen laſ⸗ ſen. Da ſie ihres Gatten Auffuͤhrung nicht mit Lob gedenken konnte, und ihre Freundin gleichwohl nicht mit Unwahrheit hintergehn wollte, ſo beſchloß ſie, dieſen Punkt fuͤr jetzt lieber gar nicht zu beruͤhren; ſie wuͤnſchte blos zu wiſſen, ob Ancelina's freundſchaftliche Ge⸗ ſinnungen durch den höchſt unbeſonnenen Schritt, deſſen ſie ſich ſchuldig gemacht, ge⸗ gen ſie nicht erkaltet wären; ſie bezeugte ihren Kummer daruͤber, daß ſie ſich der Gefahr aus⸗ geſetzt, des Lords Achtung zu verlieren, und endigte ihren Brief mit der Bitte, Ancelina
moͤchte denſelben ihren, Clara's, Altern nicht


