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— 13— Lebens predigen?— Nachdem Godwin dieſen grauſamen und bittern Spott hatte hören laſ⸗ ſen, gaͤhnte er, dehnte ſich aus, und ſteckte die ſechs auf dem Tiſche liegen gebliebenen
Guineen in ſeine Taſche. Clara erröthete uͤber
den unzarten Vorwurf, welchen er ihr dar⸗ uͤber gemacht hatte, daß ſie es gewagt, ſich auf ſeine Ehre zu verlaſſen; ſie erröthete uͤber ſeine Barbarei, daß er das einzige Geld, wel⸗ ches ſie noch hatte, zu ſich genommen, ach! ihr Herz war zu voll, ſie konnte ihre Thra⸗ nen nicht zuruͤckhalten, aber ſie wollte ſie vor dem Undankbaren verbergen, der ſie auf eine ſo grauſame Weiſe hervorgelockt hatte, und ſie beeilte ſich, einen Ort zu verlaſſen, wo es ihr ahndete, daß ſie noch ſchmerzvolle Au⸗ genblicke haben wuͤrde. Bei der Ruͤckkehr in ihre neue Wohnung traf ſie den biedern Wil⸗ ſon an, er bat ſeine Schweſter in Gegenwart der Miſtreß Milborn, fuͤr dieſe alle Sorgfalt und Achtung zu haben, welche man der lei⸗ denden Tugend ſchuldig iſt. Dieſer Mann war durch Clara's heftigen Schmerz zuerſt


