Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Da Du, liebſter Godwin, Dein Unrecht ſelbſt eingeſtehſt und kennſt, ſo duͤrfte, denke ich, dieſes Dich ſelbſt auf den Pfad der Tugend und Beſſerung zuruckfuͤhren. Glaube das nicht, ſchmeichle Dir nicht mit dieſer Hoff⸗ nung, denn ſelbſt in dieſem Augenblicke, wo ich Dir mein Herz oſſenbart habe, merke ich, daß die Langeweile und der liberdruß mich be⸗ fallt; ich bedarf der Zerſtreuung, und ob ich Dich gleich immer liebe, ſo wuͤrde es mir dennoch unmöglich ſeyn, auch nur einen ein⸗ zigen Tag Dir gegenuͤber allein zuzubringen. Nach dieſem freimuͤthigen Bekenntniſſe des jungen Milborn ließ Clara zwar alle Hoff⸗ nungen zu ſeiner Beſſerung gaͤnzlich ſinken, aber ſie beſaß zuviel Edelmuth, um nicht, ih⸗ ren Grundſaͤtzen getreu, alles Unglüͤck, wel⸗ ches ihren Gatten betreffen konnte, mit ihm zu theilen. Die Stunde, wo Godwins Freunde zu kommen pflegten, war da, Clara nahm da⸗

her von ihrem Manne Abſchied. Meine

Gegenwart, ſagte ſie, wuͤrde Dir Zwang auf⸗