Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ſtehen, und wenn er auch als ſolcher nicht eben eine ſogenannte Ehrenſache eifrig geſucht hätte, ſo wuͤrde er doch gewiß keine Beleidi gung erduldet haben, ohne ſich, wie es einem muthvollen Manne geziemt, ſein Recht ſelbſt zu verſchaffen. Jetzt war er ſtets bereit, Je⸗ manden zu beleidigen, und einem Raufbolde nicht unähnlich, der in jedem Gegner, welchen ſein ſiegreicher Degen in das Grab geſtuͤrzt hat, ein Triumphzeichen ſeiner Tapferkeit zu erblicken wähnt. Ungluͤckticher Godwin! und Du, noch ungluͤcklichere Clara, was habt Ihr gethan! welche traurige Ausſicht eroffnet ſich fuͤr Eure Zukunft, und vielleicht wird man Euch nicht einmal beklagen!

Clara ſeufzte ſeit länger als zwei Mona⸗ ten ſchon uͤber ihr Schickſal. Oft ließ ſich ihr Gatte drei bis vier Tage lang gar nicht bei ihr ſehen, und wenn er endlich erſchien, ließ er ſeine ͤble Laune auf eine ſolche Weiſe ge⸗ gen ſie fuͤhlen, daß ſie wuͤnſchte, er möchte noch öfterer und länger wegbleiben. Das Loos der armen Clara war ſo ſchrecklich ge⸗

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