VII.
Am Sanct Martinstage des Jahres 1339 war zu Brüſſel auf dem Coudenberge vor der Altenburg eine große Bewegung von Rittern, Bürgern und bewaffne⸗ ten Gildebrüdern, welche auf- und abgingen, als ob ſie etwas Außergewöhnliches vorhätten. Selbſt in der Wa⸗ rande, die ſich hinter dem Hertogenhofe und über einen Theil des Borgendal hinzog, konnte man viele Fremde, von fürſtlichen Dienern geleitet, haufenweiſe umherwan⸗ deln ſehen. Entfernte man ſich von der Altenburg, um nach dem Canterſteen hinabzugehen, ſo bemerkte man hier und da vor den zahlreichen Herbergen Pferde, welche abgewartet wurden, oder Wagen und Sänften, welche man von dem Schmutze, der daran klebte, reinigte. Da⸗ zwiſchen liefen Knechte und Mägde umher, welche den neugierigen Nachbarn, die gaffend umherſtanden und das Reiſegeräthe anſtarrten, auf ihre vielen Fragen kaum Antwort gaben. Von allen Seiten hörte man:
„Nun, Goeleken Lieb, wie heißt der Ritter, der heute im rothen Drachen übernachtet? Aus welchem Orte kommt der alte Klerikus her, deſſen Roßſänfte dies
Fakob von Artevelde. III. 1


