Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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„Gewiß, darum heißen ſie auch Rothhäute.“

„Ja, aber wie roth?“

„Dunkelroth, beinahe braun.“

„Und ſind ſie häßlich?“

„Abſcheulich.“

„Und ſchießen ſie mit vergifteten Pfeilen?“

„Man ſagt, daß ſie ihre Pfeile in den Saft einer giftigen Yedra oder Epheuart tauchen.“

„Und ſchneiden ſie wirklich einem Menſchen die Kopfhaube mit Haut und Haaren ab? Ach, ach, wenn ich daran denke, ſchaudert es mir bis in die Beine hinab.“

„Warten Sie,“ ſagte Pardoes,„ich will Ihre Neugierde befriedigen und Ihnen zeigen, wie die Wilden Jemand ſkalpiren; denn alſo nennt man die freundliche Behandlung. Halten Sie ſtill, Kwik, und bücken Sie ſich mit dem Kopfe.— Sehen Sie, ſo machen es dieſelben!“

Und mit dieſen Worten faßte er Donatus mit der linken Hand an ſeinen dichten Haaren und zog daran, als wollte er ſie ihm ausreißen, während er mit dem Nagel des Daumens an ſeiner rechten Hand beinahe ſchneidend einen Kreis rund um den Kopf des erſchreckten Jungen beſchrieb.

„Es iſt geſchehen,“ rief er,„Sie haben weder Haut noch Haar mehr auf dem Kopf.“

Donatus, welcher fürchtete, es möchte Ernſt ſein, ſtieß einen Angſtſchrei aus, ſprang auf und ſchaute beſtürzt und bebend den Brüſſeler an, welcher ſich ſtellte, als verberge er wirklich Etwas hinter ſeinem Rücken.

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