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„Edmond! Edmond!“ rief ſie.
„Helft, Ihr Heiligen!“ fiel eine zweite weibliche Stimme ein.
Es war die Zofe, welche ihrer Herrin gefolgt und ſich voller Angſt an ſie klammerte, einmal, um bei ihr Schutz zu ſuchen, und dann, um dieſelbe womöglich zu ſchützen, oder doch ſie in den Ver⸗ ſchlag zurückzuziehen, wo noch kein Feind eingedrungen und doch vielleicht noch ein Verſteck zu finden war.
„O Rettung, Rettung!— Edmond!“ ſchrie Eugenie wieder.
Es blitzte wieder durch den Dampf, Schüſſe knallten donner⸗ ähnlich durch den engen Raum, Kugeln pfiffen durch den Dampf und dieſer war durch die wiederholten Schüſſe nur noch mehr ver⸗ dickt, er ſchien förmlich undurchdringlich werden zu wollen.
„Ed—“ ſchrie Eugenie.
Sie konnte nicht enden, eine Kugel war ihr durch die Bruſt gedrungen, einen entſetzlichen Schrei ausſtoßend, brach ſie zuſammen, und ſank in die Arme der Dienerin, und riß dieſe, die voll Ent⸗ ſetzen laut aufheulte, mit ſich zur Erde nieder.
In dieſem Augenblicke, wo Eugenie den tödtlichen Schuß em⸗ pfing, hatte Edmond ſie erſt bemerkt; daß dieſes nicht eher geſchah, hatte die Kampfwuth bisher gehindert.
„Eugenie, zurück!“ ſchrie er ihr zu.
Aber da traf auch ſchon ihr Todesſchrei ſein Ohr und füllte ihn mit Entſetzen.
„Eugenie!“ ſchrie er auf.
Sein Auge ſuchte ſie, konnte ſie aber ſchon nicht mehr entdecken, der dichte Pulverdampf umhüllte Alles.
Noch einen wüthenden Stoß führte er gegen den Räuber, mit dem er eben im Kampfe begriffen war und ſein mit Fechtergewandt⸗ heit geführtes Eiſen traf wohl, der wilde Kerl ſtürzte zuſammen.
Kaum dieſes nächſten Feindes ledig, ſprang Edmond auf die Stelle zu, wo er Eugenie's Geſtalt im Qualme geſehen, von woher er ihren Ruf gehört.
Aber er ſah nichts mehr.
Brüllen und Schreien, Fluchen und Rufen, Heulen, Stöhnen und Röcheln miſchte ſich mit dem Stampfen der Kämpfenden, mit dem Klirren und Raſſeln der auf einander treffenden Waffen. Grauſiger Tumult!— Es war, als ſei die ganze Hölle in dem
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