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Die Reiſenden erhielten ſo das Bild eines Stückes Urwald und der Waldung, die ſie jetzt durchzogen.
Es war ſchweigſam im Walde, denn nichts ließ ſich vernehmen, als da und dort das Hämmern eines Spechtes, der Schrei oder das Flattern eines Vogels, unten auf dem Waldboden das Summen von Käfern und oben in den Wipfeln der Zweige das leiſe Rauſchen des Windes in den Blättern.
Der Tritt der Pferde war auf dem weichen Waldboden kaum zu vernehmen, oft raſchelte er nur in den Haufen der zur Erde ge⸗ fallenen getrockneten Blättern.
Der Trapper ſchwieg, und obgleich gleichgiltig und ſorglos ſcheinend, war er doch ganz Ohr und das kleinſte Geräuſch des Wal⸗
des entging ihm nicht; doch ſagte ihm ſeine Erfahrung auch jedes
Mal, daß das eben gehörte Geräuſch ganz ungefährlicher Natur ſei, und er ritt ruhig weiter.
Morcerf und Morell, die beiden Reiſenden, ließen keine Be⸗ wegung des Trappers aus den Augen; das Gefühl ſagte ihnen, daß ſie, ſo lange dieſer erfahrene Mann ſeine Ruhe bewahre, auch ganz ruhig ſein könnten.
Bisweilen ſtellten die Reiſenden wohl eine Frage an den Trap⸗ per, aber ſie erhielten immer nur kurze Antwort; der Trapper ver⸗ mied augenſcheinlich ein längeres Geſpräch, welches ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit hätte auf ſich ziehen und ſeine Wachſamkeit beeinträchtigen können.
Endlich ward der Wald lichter, die Stämme traten wieder weiter auseinander und die durchſichtiger werdende Veräſtung der Bäume ließ den dunkelnden Abendhimmel ſchauen, an dem hier und da ein Stern auftauchte und immer heller herabſchimmerte. Auch ließ ſich jetzt ein deutlicher werdende Pfad erkennen und der Trap⸗ per verfolgte denſelben.
Und jetzt klang Hundegebell aus der Ferne.
„Die Farm!“ rief der Trapper, aufathmend.„Zum Glück er⸗ reichen wir ſie, ohne daß die verdammten Rothhäute nach unſeren Scalps verlangt hätten.“
Seine Worte drückten eine große Herzenserleichterung aus, und Morcerf, der Dieſes erkannte, fragte, ob die Gefahr nun vorüber ſei?


