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Reiſende,
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Ausdruck der unbeſchreiblichſten Traurigkeit.„Ja,“ fügte er leiſer hinzu,„das wird der Hafen ſein.“ Und er verſank von Neuem in ſeine ſchmerzlichen Träumereien. Einige Minuten ſpäter bemerkte man am Lande den Schein
einer ſich ſchnell verbreitenden Flamme, und der Schall eines Feuer⸗
gewehrs gelangte bis zur Nacht..
„Das iſt das Signal, Excellenza,“ ſprach der Patron,„wollen Sie ſelbſt antworten?“
„Welches Signal?“ fragte der Reiſende.
Der Patron ſtreckte die Hand gegen die Inſel aus, breiter weißlicher Rauch ſtieg von dort aus in die abendliche Luft.
„Ach ſo,“ ſprach der junge Mann,„ja, geben Sie her.“
Und er nahm ein ihm gereichtes, geladenes Gewehr, und feuerte es ab.
Zehn Minuten ſpäter wurden die Segel aufgegeit, und die
Yacht ging fünfhundert Schritte vor einem kleinen Hafen vor
Anker.
Ein Boot mit vier Ruderern und dem Lootſen wartete ſchon, der Reiſende ſtieg aus, blieb jedoch, ſtatt ſich auf einen für ihn ausgebreiteten Teppich zu ſetzen, im Vordertheil des Boots mit gekreuzten Armen ſtehen.
Mit halb gehobenen Ruderſtangen warteten die Ruderer, wie Vögel, die ihre Flügel trocknen wollen.
„Vorwärts!“ ſagte der Reiſende.
Die acht Ruder fielen gleichzeitig in das Meer, und ohne daß ein Tropfen Waſſer hervorſpritzte, glitt die Barke über den Waſſerſpiegel.
In wenig Augenblicken war man in einer kleinen, durch einen
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natürlichen Einſchnitt gebildeten Bucht, die Barke kam auf feinen Sandboden. „Excellenza,“ ſprach der Lootſe,„ſteigen Sie auf die Schulter von zweien unſerer Leute, ſie werden Sie an das Land tragen.“ Der junge Mann antwortete auf dieſe Einladung durch eine Bewegung der vollſtändigſten Gleichgiltigkeit, und ſprang in das
Waſſer, das ihn bis an den Gürtel ging.
„Ach, Excellenza,“ murmelte der Lootſe,„das iſt Unrecht und Sie werden uns Verdruß von unſerm Herrn zuziehen.“
Der junge Mann fuhr fort, dem Ufer zuzueilen, woſelbſt er nach ungefähr dreißig Schritten anlangte, ſeine Füße auf trocke⸗ nem Boden ſchüttelte, und mit den Augen den beſten Weg ſuchte, denn es war ganz dunkel geworden. Als er den Kopf wandte, fühlte er eine Hand auf der Schulter, und eine Stimme, die ihn erzittern ließ, ſprach:
„Guten Tag, Maximilian, Du biſt pünktlich, Dank!“
„Ach Sie ſind es, Graf,“ rief der junge Mann, Monte⸗ Chriſto freudig die Hand drückend. Der Graf von Monte⸗Chriſto. 90
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