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Richtung ſeiner Augen, und entdeckte die Flaſche, in der Noirtier jeden Morgen ſein Trank gebracht ward.
„Ach! ach!“ ſagte der Doctor überraſcht,„ſollten Sie den Gedanken gehabt haben....“
„Ja,“ nickte Noirtier ihn unterbrechend.
„Gegen das Gift zu ſichern?“
„Ja.“
„Sie nach und nach gewöhnend?“.
„Ja, ja, ja,“ nickte Noirtier, ganz entzückt, verſtanden zu ſein.
„Alſo wußten Sie durch mich, daß Brucine in dem Tranke iſt, den ich Ihnen gebe?“
„Ja.“
„Und ſie an dieſes Gift gewöhnend, wollten Sie die Wirkung eines ähnlichen Giftes vernichten?“
Dieſelbe triumphirende Freude in Noirtiers Blick.
„Und Sie haben Ihren Zweck erreicht,“ rief Avrigny.„Ohne dieſe Vorſicht wäre Valentine jetzt todt, ohne Rettung, ohne Er⸗ barmen getödtet, der Anfall war heftig, aber er hat ſie nur er⸗ ſchüttert, und dieſes Mal wenigſtens wird Valentine nicht ſterben.
Eine übermenſchliche Freude ſtrahlte in den, mit unendlicher
Dankbarkeit gen Himmel gerichteten Augen des Greiſes.
Villefort klopfte..
„Das Medicament, Doctor,“ rief er,„hier, hier.“
„Iſt dieſer Trank in Ihrer Gegenwart bereitet?“
„Ja.“
„Und haben Sie ihn nicht aus den Händen gelaſſen?“
„Nein.“
Avrigny öffnete das Fläſchchen, goß einige Tropfen der darin enthaltenen Flüſſigkeit in die hohle Hand und koſtete.
„Gut,“ ſagte er,„jetzt kommen Sie zu Valentine, ich werde meine Verhaltungsregeln geben, und Sie, Herr Procurator, werden darüber wachen, daß Niemand ſie übertritt.“
Während deſſen miethete ein italieniſcher Prieſter mit ernſtem Gange und ruhigen beſtimmten Worten das neben Herrn von Villeforts Hotel gelegene Haus..
Man weiß nicht, wie es kam, daß die drei andern Miether dieſes Hauſes daſſelbe zwei Stunden ſpäter verließen, aber man


