Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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LVII. Andrea Cavalſcanti.

Der Graf von Monte⸗Chriſto trat in den benachbarten Salon, den Baptiſtin den blauen Salon genannt hatte, wo ein junger Mann von etwas zu ungezwungenen, faſt freien Manieren, und ziemlich eleganter Toilette, den ein Cabriolet vor etwa einer halben Stunde abgeſetzt hatte, ſeiner wartete.

Baptiſtin hatte ihn ohne Mühe erkannt; das war unfehlbar der große junge Mann, mit kurzgeſchnittenem, hochblonden Haar, rothem Barte, ſchwarzen Augen, rothen Wangen und blendend weißer Haut, den ſein Herr ihm bezeichnet hatte.

Als der Graf in den Salon trat, fand er den jungen Mann nachläſſig auf einem Sopha ausgeſtreckt, indem er zerſtreut mit einem leichten Stöckchen mit goldenem Knopfe an ſeine Stiefeln ſchlug.

Als er Monte⸗Chriſto erblickte, ſtand er raſch auf.

„Der Herr Graf von Monte⸗Chriſto?“ fragte er.

„Ja, mein Herr,“ antwortete dieſer,„und ich habe, wenn ich nicht irre, die Ehre, den Herrn Grafen Andrea Cavalcanti vor mir zu ſehen?“

„Ja, ich bin der Graf Andrea Cavalcanti,“ antwortete der junge Mann, wobei er ziemlich familiär grüßte.]

„ Sie müſſen einen Brief zu Ihrer Beglaubigung an mich haben,“ ſagte Monte⸗Chriſto.

„Ich erwähnte denſelben nicht, wegen der Unterſchrift, die mir ſonderbar vorkommt.“

„Sindbad der Seefahrer, nicht wahr?“

„Ganz recht; da ich nun aber keinen andern Sindbad den Seefahrer kenne, als den der Tauſend und einen Nacht...“