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Fenſter des Café Rospoli gemiethet; wenn ich den Aufſchub aus⸗ gewirkt habe, ſoll das mittelſte Fenſter weiß, mit einem rothen Kreuze, die beiden zu jeder Seite mit gelbem Damaſt behangen ſein.“
„Vortrefflich! und durch wen werden Excellenz die Begnadigung überbringen laſſen?“
„Schickt mir einen Eurer Leute in der Kleidung eines Büßenden, ihm werde ich ſie geben. Vermöge ſeines Gewandes kann er bis an den Fuß des Schaffottes gelangen und dem Vorſteher der frommen Brüderſchaft die Schrift einhändigen, der dieſelbe dann dem Scharfrichter vorzeigt. Laßt dies dem Peppino vorläufig zum Troſt mittheilen, damit er nicht aus Furcht ſtirbt, oder den Ver⸗ ſtand verliert, denn alsdann hätte ich eine unnütze Ausgabe für ihn gemacht.“
„Hören Sie, Excellenz,“ ſagte der Bergbewohner,„ich bin
Ihnen ſehr ergeben, davon ſind Sie überzeugt, nicht wahr?“
„Ich hoffe es wenigſtens.“ Nun wohl! wenn Sie Peppino retten, ſo werden Sie künftig mehr als Ergebenheit, Sie werden Unterwürfigkeit von mir zu er⸗ warten haben.“.
„Hört, mein Freund, ich werde Euch vielleicht einſt daran er⸗ innern, denn ich könnte Eurer vielleicht einſt bedürfen.“
„Nun wohl! Excellenz, dann werden Sie mich finden, wie ich Sie zu dieſer Stunde gefunden habe. Und wären Sie am andern Ende der Welt, Sie brauchen nur zu ſchreiben:„thue das“, und ich werde es thun. Auf das Wort Lu...“
„Pſt!“ ſagte der Mann im Mantel,„ich höre Geräuſch.“ „Es ſind Reiſende, die das Colyſeum mit Fackeln beſuchen.“ Sie brauchen uns nicht beiſammen zu finden. Dieſe Schlingels von Führern könnten Euch erkennen, und ſo ehrenvoll Eure Freund⸗ ſchaft auch iſt, mein Lieber, ſo könnte doch unſere Verbindung, wenn
man ſie bemerkte, meinem Credite ſchaden.“
„Alſo, wenn Sie den Aufſchub haben?... „Iſt das mittlere Fenſter weiß, mit rothem Kreuz verhängt.“ „Wenn Sie ihn nicht haben?“ „Alle Fenſter gelb.“
„Und dann?“...


