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auf den unglücklichen Liebhaber geworfen. Fernand ging hinter den Verlobten, von Mercedes, die in dem jugendlichen, bezaubernden Egoismus der Liebe nur Augen für ihren Edmond hatte, ganz ver⸗ geſſen; auf Fernands Geſichte wechſelte Bläſſe und Röthe, doch nahm eine erſchreckende Bläſſe immer mehr überhand. Von Zeit zu Zeit ſah er nach Marſeille hin, wobei ein unwillkürliches nervöſes Zittern ſeinen Körper überſchüttete. Er ſchien irgend ein wichtiges Ereigniß zu erwarten oder vorauszuſehen. 8
Dantes war einfach gekleidet; der Handelsmarine angehörend trug er einen Anzug, der zwiſchen Militär⸗Uniform und Civil⸗Kleidung das Mittel hielt, und dieſer Anzug kleidete ſein hübſches Geſicht, welches von Freude über die Schönheit ſeiner Braut und von Ent⸗ zücken, ſein Ziel erreicht zu haben, ſtrahlte, vortrefflich. Mercedes glich an Schönheit, mit ihren Ebenholz⸗Augen und Korallen⸗Lippen, einer Griechin von Cyrene oder Chios. Sie hatte den leichten, freien, graciöſen Gang der Arleſierinnen und Andaluſierinnen. Eine Städterin hätte vielleicht verſucht, ihre Freude unter einem Schleier oder wenigſtens unter dem Sammet ihrer Augenlider zu verſtecken; Mercedes aber ſah Alle, die ſie umringten, lächelnd an, und ihr Blick und Lächeln ſagten ſo deutlich, wie Worte es nur gekonnt hätten:„Wenn Ihr meine Freunde ſeid, ſo freut Euch mit mir, denn ich bin ſehr glücklich.“
Sobald das Brautpaar mit ſeinen Begleitern von dem Gaſt⸗ hauſe aus geſehen wurde, ging Herr Morrel, von den Matroſen und Soldaten, bei denen er bis jetzt geblieben war und denen er das ſchon Dantes gegebene Verſprechen, daß er Capitain werden ſolle,
erneut hatte, gefolgt, ihnen entgegen. Als Edmond ihn kommen ſah,
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ließ er den Arm ſeiner Braut los und führte dieſelbe Herrn Morrel zu, welcher nun das junge Mädchen allen Andern voran, die Stufen der hölzernen Treppe, die zu dem Feſtſaale führte, hinauf⸗ geleitete und die fuünf Minuten lang unter den gewichtigen Tritten der Gäſte dröhnte.
„Mein Vater,“ ſagte Mercedes, an der Mitte der Tafel ſtehen bleibend,„ich bitte Euch, ſetzt Euch zu meiner Rechten; an meiner linken Seite lade ich den zu ſitzen ein, der mir ein treuer Bruder
war,“ fügte ſie mit einer liebevollen Sanſtmuth hinzu, die wie ein
Dolchſtoß in das Innerſte von Fernands Herzen drang. Seine Lip⸗ I Helz


