Teil eines Werkes 
2. Theil (1802)
Einzelbild herunterladen

4 Hrixa raͤchen. Er wurde erſt, nachdem ſich das heftige Aufwallen ſeiner Hitze etwas gelegt hatte, fuͤr den Rath ſeiner Freunde empfänglich, welche ihm die Entſcheidung der Alten als heilig und unverbruͤchlich darſtellten. Er ſelbſt hatte ſich darauf berufen, und wuͤrde er ihnen itzt trotzen: ſo duͤrften leicht alle Bedas gegen ihn aufſtehen, ſein Nebenbuhler ſich zu Stellinens und ihrer Familie Beſchuͤtzer aufwerfen, ſelbſt mehrere ſeiner Krieger ihn verlaſſen, und ſich auf des Itobars und der Goͤtter Seite bege ben.... Er mußte daher nachgeben, und einige Zeit davon abſtehen; allein hiedurch entſlammte ſein Grimm nur um ſo heſtiger. Kaum erfuhr er, daß ſeine Geliebte den Huͤgel verlaſſen habe, als er auch die Entwuͤrfe ſeiner Rache eben ſo ſchnell erneuerte, feſt entſchloſſen, ſie dieſesmahl nicht aufzugeben.

Coſmoes Gegenwart unterbrach ſeinen Eifer nicht einen Augenblick. Er wußte, daß die Wei⸗ ber, ſich ſelbſt uͤberlaſſen, den Tag hindurch in den angraͤnzenden Wäldern herumſchweiften. Dieſe Gelegenheit, ſich mit dem Tapferſten ſeiner Nebenbuhler meſſen zu koͤnnen, war noch ein Sporn fuͤr ſeinen Ehrgeitz.