Unſer Wanderer hatte in der Zeit von einer Viertel— ſtunde ſich die Inſchrift eines Denkſteins, der die Stelle bezeichnete, wo einſt Jemand von einem umſchlagenden Wagen getödtet worden war, in das Reiſebuch notirt, mit einer friſchen Bauerdirne getändelt und mit einem Fracht⸗ fuhrmanne darüber geſprochen, wie lange das ſchöne Wet⸗ ter wohl noch anhalten würde. Dann ſah er eine ſtattliche Ertrapoſt vorüberrollen, in der ein einzelner Mann ſchla⸗ fend ſaß, und der Geſell wunderte ſich, wie man auf der Reiſe in einer ſo ſchönen Gegend nur ſchlafen könne. Er ſetzte ſich, um ein wenig auszuruhen, auf eine willkommene
Raſenbank, und hörte aus der Ferne Geſang ertönen, der ihm verkündete, daß noch andere Handwerksburſchen her⸗ annahten. Die Strophen, die er vernahm, lauteten: Preßburg in der Ungern Hat mich ganz bezwungern; 5½
Breslau in der Schleſing Bin ich auch geweſing, Das gefällt mir wohl.
Moskau in der Rußland, Viele Leder ſind mir da bekannt: Juchten und Korduan;
Zucker und Marzipan Ißt man allda zum Frühſtück,
Haben einen weiten Gang!
* Fort in's Tiro— olerland! Frankreich, in Paris,
Wo ich meine Stiefeln ließ, ¹ Iſt allda ein Lazareth.
Nun adje, Heidelberg, Biſt'ne rechte Staatsherberg;


