Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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ſchwerer mache, das Reden ſolle jetzt einmal ein Ende haben, er ſolle ſich als Mann zeigen und feſt auftreten.

Mit einer Heiterkeit des Antlitzes, die gar nicht zu ſeinem Vorſchlage paßte, die ihm aber die Freude über ſeinen Einfall aufprägte, erklärte nun Bläſi:

Ich glaub nicht, daß dich Jemand im Ort kennt, Erdmuthe, und ſo mit dem Tuch nun gar nicht und du mußt dich nicht ken⸗ nen laſſen, von keinem. Traudle, wie hat dein'Tochter geheißen.

Regele(Regina), antwortete die Gefragte mit einem tie⸗ fen Seußzer.

Gut. Kennt man dein' Tochter in Hollmaringen?

Nein, ſie iſt nie in Hollmaringen geweſen, mein Schweſter hat ſie angenommen gehabt, weil ſie ſelber kein Kind hat. Wenn ich die Erdmuthe anſeh' mein' ich noch immer mein Regele lebt und ſie haben's in Lichtenhardt auch geſagt, daß ſie ſich gleich ſehen. Warum ſollen ſie auch nicht? Sie ſind ja Bruderskinder.

Um ſo beſſer, ſagte BläſiErdmuthe, du heißſt jetzt Re⸗ gele und biſt des Traudle's Tochter.

Ja, ich hab' ſie ſo lieb wie mein Kind und ſie iſt's auch mehr als mein eigenes geweſen, ſagte Traudle ſich die Augen reibend und Bläſi fuhr fort:

Schon recht. Ich nehm' euch alſo als Taglöhner und du Regele machſt, daß ſich mein Vater an dich gewöhnt. Nehmet euch ja in Acht, daß ihr euch in Nichts verrathet, bis es Zeit iſt, bis Ich's euch ſag, es wird ſich ſchon finden.

Ja, beim Auskehren findet ſich Alles wieder, ſcherzte Erd⸗ muthe und wehmüthig lächelnd ſagte Traudle:

So iſt's recht, wenn du mein Regele ſein willſt, mußt du luſtig ſein, luſtiger iſt kein Geſchöpf auf der Welt geweſen.

Ich glaub', daß ich die Kunſt auch kann, beſtätigte Erd⸗ muthe. Bläſi trug den beiden Frauen noch auf, zu Fuß nach Hollmaringen zu gehen, er könne ſie nicht mit auf den Wagen nehmen, weil er ſich zu verrathen fürchte. Leiſe ins Ohr ſagte er Erdmuthe: