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„Vater, ich mein', es wär genug für heut. Ich möcht lieber dreſchen als moſten.“
„Ich weiß was du lieber thäteſt, gar nichts wär dir am lieb⸗ ſten,“ erwiedert der Furchenbauer zornig und ſchüttet mit Hülfe des älteren Mannes die Aepfel in den Trog. Die Aepfel platzen und ziſchen wieder unter dem ſteinernen Rad und erſt als Alles in die Preſſe gebracht war, als die Spindeln der Preſſe krachten und knackten und der Saft nur noch tröpfelnd in die Kufe floß; erſt als der Einäugige ſchon zweimal geſagt hatte, daß die Dreſcher bereits aufgehört hätten, gehen die Drei endlich nach dem Röhr⸗ brunnen, waſchen ſich dort die klebrigen Hände, die ſie nur durch Abſchütteln trocknen, und treten endlich in das Haus.
Die Dreſcher und Feldtaglöhner ſchienen ſchon lange auf den Hausherrn zu warten, ſie umſtehen den Sattler, den ſich der Fur⸗ chenbauer ins Haus genommen hat und der auf einem Seiten⸗ tiſche der großen Stube ganze Felle zerſchnitt, um daraus neue Pferdegeſchirre zu machen und die alten in Stand zu ſetzen. Kaum iſt der Hausherr in der Stube und plötzlich Stille eingetreten, als Ameile mit einer kübelartigen Schüſſel eintritt und ſie auf den mit einem Tuch bedeckten Tiſch ſtellt; ihr folgen noch zwei Mädchen, die das Gleiche bringen. Nachdem man gebetet hat, ſetzt man ſich wortlos an den Tiſch. Der Bauer ſitzt oben, links von ihm der Einäugige, rechts der ſchlanke Burſche, den wir heute ſchon beim Eintritte die Aepfel ſchütteln geſehen. Taktmäßig wie beim Dreſchen langt eines nach dem andern mit dem Löffel in die Suppe. Die Mädchen ſitzen am untern Ende des Tiſches, unter ihnen Ameile, und nur leiſe ſagt eines dem andern, ihm mehr Raum zum Sitzen zu geben. Die wahren Seen von Suppe ſind bald verſchlungen, ein großer Laib Brod geht von Hand zu Hand und Jedes ſchneidet ſich mit ſeinem Taſchenmeſſer einen Ranken. Niemand ſpricht ein Wort außer wenn etwa der Bauer einen anredet und die Antworten ſind ſtets knapp und gemeſſen. Nun verlaſſen die Mädchen den Tiſch und kommen raſch wieder mit Bergen von Leberklößen und Felsſtücken von geräuchertem Fleiſch. Das Sprüchwort ſagt nicht umſonſt die könnengeſſen wie
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