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„Freilich. Ich hab' einen beſondern Vortheil im Brückenbau erfunden, habe ein Modell in die große Ausſtellung in London gegeben, der anweſende Landes⸗ commiſſär erkundigte ſich nach mir, und darauf hin bin ich angeſtellt worden.“
Im Reden mit ſeinem Vater im Dialekte ſprach Severin ganz geläufig, während er im Hochdeutſchen, in dem er ſeine erſten Worte anbrachte, etwas An⸗ fremdendes hatte und aus dem Engliſchen übertrug.
Moni holte ſich ihre Sonntagsjacke und mahnte auch ihren Mann, doch einen ordentlichen Rock anzu⸗ ziehen, als aber Agy das merkte, bat ſie ihren Mann, ſolches zu verhindern; es muthe ſie ſo ſehr an, daß die Eltern in Hemdermeln ſeien. Severin dolmetſchte das lächelnd, und Broſi willfahrte zu bleiben wie er war. Wir dürfen überhaupt nicht verſchweigen, daß er ſich ſeiner vornehmen Schwiegertochter recht freute, aber weniger befangen war und weniger Umſtände machte, ſeitdem er erfahren hatte, daß ſie nicht reich ſei.
„Wie lang bleibet ihr bei uns?“ fragte Broſi.
„Bis nächſten Montag. Ich habe viel zu thun. Ich komme aber zum Herbſt wieder.“
Die Mutter jammerte über dieſe kurze Zeit, aber Broſi ſagte:„Geſchäft geht vor Allem.“
„Du loſchirſt mit deiner Frau im Auerhahn bei deinem Gevatter.“
„Nicht gern. Er hat mir den böſen Brief von euch geſchrieben.“
„Von mir? Ich hab' nichts davon gewußt, kein Sterbenswörtle.“


