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er ſagte: ſo und ſo meine er es, und ſie ſolle ihn recht verſtehen. Da ſagte einſt Hedwig:„Hör' mal', wenn du mir was zu denken gibſt oder ſonſt'was anbringen willſt, ſag's doch grad'raus, mach' kein ſo Schmierale drum rum, ich will dir nachher ſchon ſagen, ob ich's verſteh' oder ob ich's nicht mag.“ Der Lehrer that dieſes letzte Bruchſtück ſeines vereinſamten, bloß innerlichen Lebens ab und lebte froh und gemeinſam mit Hedwig.
Selbſt auf die Schule verbreitete ſich bald der neu erwachte Geiſt des Lehrers. Er knüpfte ſeine Erzählungen und Beiſpiele geſchickt an die nächſte Umgebung an; emſig ſammelte er an einer Geſchichte des Dorfes, um ſie künftig zum Anknüpfungspunkt und zur Veranſchaulichung der Geſchichte des Vaterlandes zu benutzen.
Manche kluge Leute wollen zwar behaupten, der Eifer des Lehrers werde bald erlahmen, wir aber dürfen ver⸗ trauensvoll das Beſte hoffen.
Der Frühling nahte, die Glocken wanderten nach Rom um dort die Geſchichte des Dorfes zu berichten, es iſt gewiß, daß ſie von dem vergangenen Winter weniger Sünden zu berichten hatten.
Oſtern war vorüber und nun war der Tag der Hoch⸗ zeit da, er war auf den Jahrestag feſtgeſetzt, an welchem der Lehrer zuerſt in das Dorf gekommen war. Am Vor⸗ abende ging Hedwig zu dem alten Lehrer und bat ihn, morgen auch ein recht ſchönes Vorſpiel zu machen, da er die Orgel in der Kirche zu ſpielen hatte. Der alte Mann lachte in ſich hinein und ſagte:
„Ja, du wirſt dich freuen.“
Am andern Tage ging es mit Muſik zur Kirche. Hedwig gleichgeſchmückt mit ihrer Geſpiele, der Agnes, der Lehrer ebenſo mit einem Strauße geziert, wie ſein Geſpiele, der Thaddä; der Buchmaier, der Johannesle und der jüdiſche Lehrer hinter ihnen.— Als Alles verſammelt war, begann der alte Lehrer das Vorſpiel. Auf dem Antlitze eines Jeden ſchwebte ein Lächeln, denn der alte


