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mich im Schlaf erwürgen, wenn ich von ihm ließ. Es dauert aber noch wenigſtens zwei, drei Jahr', bis was draus wird, wer weiß wie's noch geht, kann ſein ich ſterb' vor⸗ her— das wär' mir das Liebſt'.“
Die Stimme der Creszenz ſtockte.
Plötzlich erwachte in Florian ein ganz anderes Leben, die unerklärbare Schlaffheit verſchwand; er ſtand da wie neu erwacht, und freudetrunken blickten ſich die Beiden an.
„Lug, ſagte er,„wie ich da geſeſſen bin und auf dich gewartet hab', iſt mir's grad geweſen, wie wenn mir einer alle Glieder zerſchlagen hätt'.
Ich hab' ſo darüber nachdenkt, wie elend wir daran ſind, und einmal über's andere iſt mir's geweſen, wie wenn ich mir mein Meſſer in's Herz ſtoßen müßt. Wenn mir Einer unter die Hand kommen wär', ich weiß nicht— und fort mag ich auch nicht, und hier bleiben muß ich, und dich muß ich haben.“
„Ja, das wär' ſchon recht, wir können doch aber nicht auf den alten Kaiſer nein leben; ich wüßt wohl Einen, der uns helfen könnt', er müßt' es mir thun.“
„Red' mir nichts von ihm, er darf dich nichts angehen, ich will's nicht, und er geht dich nichts an; du biſt deines Vaters Kind und wer anders ſagt, den ſtech' ich wie ein achttägig Kalb. Guck, mein Vater hat mich ſchon halb ausgebeutelt, ich hab' aber wohl noch ein Geld; ich bleib' jetzt vor der Hand hier und arbeit' auf meines Vaters Meiſterrecht. Ich will einmal denen Nordſtettern zeigen, was der Florian kann, ſie ſollen Reſpekt vor mir haben.“
„Du biſt ein ſchöner,“ ſagte Creszenz,„haſt mir denn gar nichts mitbracht?“
„Ja doch, da.“
Florian langte in die Taſche und gab Creszenz einen breiten ſilbernen Ring und ein gemaltes flammendes Herz, darein ein Spruch ſtand. Nach dem erſten Jubel des Entzückens wollte Creszenz


