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groß, als nach Eurem Kinde iſt. Ihr müßt es heute zu Ende bringen— und es muß gelingen!
Medardus ſah ein, daß er bei dem erregten Ver⸗ dacht dieſem Willen keinen Widerſtand mehr entgegen⸗ ſetzen könne; ſich mit Gewalt aufzulehnen, vermochte er auch nicht, denn die Macht war auf Linzers Seite, er beſchloß daher, für den Augenblick zu gehorchen, und dem Ritter dann auf eine Weiſe in ſeinen Willen zu zwingen, um die Gelegenheit zu gewinnen. Dem ge⸗ mäß erwiederte er: Wohlan! ich will den Schluß des Werkes beginnen, ich habe Euch vergebens gewarnt, wenn es mißlingt, ſo wird es nicht meine Schuld ſein. Jedoch ſo viel müßt Ihr noch wiſſen: Alles— was wir bisher zur Auffindung des Geheimniſſes verwendet haben: Zeit, Gold und Mühe, Alles iſt unwieder⸗ bringlich verloren, wenn wir jetzt nicht zum Zwecke kommen. Hier iſt Euer Gold, Ihr ſeht es ſelbſt, ein großer Theil iſt ſchon verwendet, doch wollt Ihr auch dieſen daran wagen, ich ſtehe nicht für den Ausgang!
Medardus hoffte ihn durch den Anblick zu blen⸗ den und zum Abſtehen von ſeinem Verlangen zu be⸗ wegen, allein Linzer rief: Ich wage auch dieß daran, ich will ſehen, ob ich einem liſtigen Schurken zum Opfer gefallen!
Es ſei, ich beginne das Werk. Nehmt dieſen Platz ein und ſehet ſelbſt, wie ich es vollbringe!
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