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dokluk, der Beute halber, ein gefährlicher Kampf aus, der den meiſten von Hineks Leuten das Leben koſtete; nach dem Chroniſten blieben ſiebzig von ihnen todt auf dem Platze liegen, ohne die Verwundeten zu zählen, die auf armſeligen Karren, von Bauern nach Prag geführt werden mußten. Wuck und Caſpar⸗, der ehemalige Schöppe von Luditz, waren unter ihnen. Sechs lange Jahre verfloßen. Ziska war vor Przibislava ſeinem Verhängniſſe verfallen und von einer Seuche dahingerafft worden*). Der grau⸗ ſame Krieg hatte ſeinen Culminationspunct erreicht und ſollte bald ſeinem Ende entgegen gehen; die Flücht⸗ linge waren nach Luditz zurückgekehrt, die Stadt er⸗ ſtand neu, in verjüngter Geſtalt, keine Spur der ehe⸗ maligen Zerſtörung war ſichtbar; was Menſchenhände vermochten, wurde friſch aufgeführt, ein zweites Lu⸗ ditz ſtand da, wieder ſo friedlich, ſo gemüthlich, wie jenes vor dem verheerenden Beſuche der Kelchner.
Am Allerſeelentage des Jahres 1428, als die Bewohner von Luditz auf den Friedhof hinauswall⸗
*) Am 11. Oktober 1424. Sollte dieſes beſcheidene Ge⸗
mälde ſich einer beifälligen Aufnahme zu erfreuen haben, ſo wird der Verfaſſer desſelben ein zweites cZiska's Tod, nachfolgen laſſen.


