240 ſter auf die Gaſſe geworfen— die Thore der Kirche waren geſprengt, die Altäre geplündert— die Heilig⸗ thümer geſchändet, das zerſtörte Rathhaus kaum mehr zu erkennen; Bücher und Schriften wurden in die Win⸗ de geſtreut;— auf die Art geſchah es leicht, daß auch die Gegenſtände auf den Straßen von den Flam⸗ men ergriffen wurden.— Glühhitze drohte Alles zu verzehren.— Luditz war ein großer Flammenpfuhl, aus welchem nur das Heulen und Stöhnen der Ster⸗ benden und das Jauchzen der Hußiten drang; ſo nur kann die Hölle ausſchauen, wenn Teufel ihren Rund⸗ tanz haiten.—
Nun nur noch Eine Scene, und dann möge ein dichter Schleier über das Schreckensgemälde fal⸗ len— ich habe es nur geſchildert— weil es, zur Schan⸗ de der Menſchheit, wahr iſt, ich habe nichts dazu erfunden, im Gegentheile daran gemildert; die Ge⸗ ſchichte erzählt noch viel Gräßlicheres aus jener Blut⸗ epoche, von welchem ich aber nur darum ſchweige, weil es an's Unglaubliche grenzt, und weil ich bei dem ge⸗ fühlvollen Leſer mit ſo außerordentlichem Gräuel nur Eckel und Abſcheu erregen könnte.


