Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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wenn wir uns zwei Menſchen auf einer Straße den⸗ ken, welche den zurückgelegten Weg noch einmal überſehen wollen. Das Auge des Einen reicht weit, erſt die blauen Berge in nebelgrauer Ferne begren⸗ zen ſeinen Geſichtskreis; der Andere iſt kurzſichtig, kaum fünf Schritte weit reicht ſein Blick, er mag ſich wenden, wohin er will, er ſiebt nicht weiter; und nehmen wir nun noch an, daß er ſeine Stelle zu verlaſſen nicht im Stande iſt, das heißt, daß kein Fortſchreiten Statt findet, ſo hat man das ganze Phänomen in phyſiſcher Beziehung, wie es bei Aſcher in geiſtiger Statt fand.

Nach der letzten, verneinenden Antwort des Knechtes fragte der Rabbi weiter:

Möchteſt Du wohl mit mir ausgehen? Ja, ich möcht' ſehen, was draußen iſt.

Dieſe Neugierde befriedigte den Rabbi ſehr. Er liebte es, wenn ſich beſondere Eigenſchaften der menſchlichen Seele an ſeinem Geſchöpfe kund gaben; aber eben ſo betrübend war Aſchers Geſtändniß für ihn: daß er nicht wiſſe, wasAußen ſei. Eliah gab ſich alle mögliche Mühe, in ihm durch Umwege, Beiſpiele und Erklärungen nur einen Schein der Vergangenheit heraufzubeſchwören, aber