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geworden, ſo bot ſich den Uebelgeſinnten ſchon ein An⸗ haltspunkt dar, und wie hiezu noch die Scene vom Purimabende kam, ſo war die verwundbare Seite da, der Strom begann zu wühlen, das Anſehen war, wenn auch ungerechter Weiſe, bemackelt, der Ruf erſchüttert; die Böſen, wie gewöhnlich, wenn es ibnen gelingt, an ihren Vorſtänden Schwächen zu erſpähen, triumphirten vor der Hand im Stillen, um dann offen, um ſo wirk⸗ ſamer aufzutreten.
Der Vorfall mit der Orientalin gab zu mannig⸗ fachen Deutungen Anlaß. Man hielt eine reiche Frau aus der Gemeinde dafür, deren ſtattlicher Wuchs mit jener ganz übereinſtimmte; und da dieſe als eine lebens⸗ freudige Frau bekannt war, deren Gatte den größten Theil des Jahres auswärts zubrachte, ſo glaubte man bald den Zuſammenhang gefunden zu haben.
Dieſe Meinung, welche über alle anderen bald den Sieg davon trug, drohte das Anſehen des Rabbi ganz zu erſchüttern.
Ein frommer, mackelloſer Lebenswandel iſt die Grundlage des Prieſterſtandes, genaue Beobachtung der Geſetze iſt der eigentliche Bau, und Kenntniſſe ſind die unentbehrlichen Hülfsmittel hiezu; wenn ſich dieſe drei Dinge vereinigen, ſo umfließt ein Heiligenſchein ſein Haupt, er erfüllt die heilige Beſtimmung ſeiner


