Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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2G ſo wie Jemand, der noch ein wichtig Geſchäftlzu ver⸗ richten hat, der aber die Frift hiezu bald verſchlafen hätte, und ſprach raſch:

Mein Sohn bringt mir meinen Sohn!

Einer der Anweſenden eilte hinaus, und kehrte vald darauf mit einem jungen Manne zurück, den lebhafte, blaue Augen und ein äußerſt ſchön ge⸗ formtes Antlitz vor Allen auszeichnete. Er war des ihn erwartenden Verluſtes ſchon bewußt, denn er weinte und rang verzweiflungsvoll die Hände.

Der Vater faßte ſeine Hand und ſprach:

Komm her, mein Sohn, und höre das Wort Deines ſterbenden Vaters. So lange Du hörſt, möge cs in Deinen Ohren erklingen, ſo lange Du ſiehſt, mögeſt Du mein beſchwörend Bild vor Augen haben. Laſſe dich nie überreden, ein Amt zu übernehmen, dem Du nicht vorſtehen kannſt; denn der Name allein macht nicht den Gottesdiener, ſondern ſein Sinn, ſein Herz muß ihn dazu ſtempeln. Du biſt jung, vor Dir wird das Leben erſt vorüberziehen, wähle bei Zeiten einen Stand, damit Du im Leben kein müßiger Zuſchauer bleibeſt. Ich laſſe Dich verwaiſt, ohne Eltern und Verwandte zurück; aber der, wel⸗