Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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zu unterbrechen, folgendes Geſpräch geführt. Kunz machte die Bemerkung, daß die Spielmünzen erſt aus der Präge gekommen, und erbat ſich eine vom Kaiſer; er erhielt eine ſilberne; damit nicht zufrieden, ſprach er: Ei, ei, Freund Marxlich liebe wohl die Weisheit, aber das Weiße nicht! Weiß iſt eine Farbe, die mich an viel Unangenehmes erinnert; w eiß iſt die Farbe des Schreckens, weiß iſt die Kreide, womit der Her⸗ berger meine Reſte notirt, weiß iſt das Haar des Menſchen, der das Unglück hat, alt zu werden; wenn man von Jemandem ſagen will: er hat mich betrogen, ſo ſagt man: er hat mir was weiß gemacht; weiß iſt der Schnee im Winter, weiß ſind die Scheitel der Gletſcher; weiß iſt die Farbe des Todes, d'rum liebe ich das Weiße nicht! Gib mir etwas Gelbes!

Der Kaiſer nahm die Silbermünze zurück und reichte ihm eine güldene dafür. Schon wieder ge⸗ wonnen! rief der Ungarkönig dazwiſchen, meine Anna hat viel Glück im Spiele!

Kunz verſetzte darauf:'s iſt immer ſo: der Reiche wird immer reicher! Die ſchöne Prinzeſſin wird von nun, wie man ſpricht, 25000 Dukaten Nadelgeld bekommen, und jetzt gewinnt ſie Euch auch noch ein Paar Goldſtücke ab.

Ei, Kunz! rief der Kaiſer ſag' mir nur, woher weißt denn Du alle unſere Verträge, die wir ab⸗