Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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berühmten Dreikönigfeſtes darſtellen. Der Biſchof von Wien feierte das Hochamt, welches von der kaiſerlichen Kapelle begleitet wurde, der Kaplan des Kardinals von Gurk betrat die Kanzel, allein des Geräuſches halber, konnte er nicht gehört werden, und mußte in der Mitte ſeiner Rede abbrechen. Schon früher hatte der Kaiſer ſeinen Platz verlaſſen, und ſich in die Sa⸗ kriſtei zum Grabe ſeines Vaters begeben, jetzt unter Paukenſchall und Trompelenklang trat er heraus, vor⸗ an die Fürſten mit dem Reichsapfel, dem Schwert und dem Scepter, dann er ſelbſt, ganz im kaiſerli⸗ chen Ornate, die Krone auf dem geſalbten Haupte. Er näherte ſich der ungariſchen Prinzeſſin Anna, und führte ſie vor, wo der Kardinal von Gran die Trau⸗ ung vollzog. Die anweſenden kaiſerlichen Notarien nahmen die ganze Handlung, ſo wie die folgenden Worte Marximilian's zu Protokoll, er ſprach: Wiewohl Wir itzund Euer Liebden das Wort gegeben, daß Ihr Unſere Gemahlinn ſein ſollet, ſo iſt doch ſolches geſchehen, im Namen Unſerer beiden abwe⸗ ſenden Enkeln, und in Meinung, Euer Liebden, an veinen von denſelben zu vermählen, denen Wir auch Euch hiemit ehelich verſprechen. Und weil mein En⸗ kel Carolus die Königreiche Kaſtilien und Arago⸗ nien, ingleichen ſein Bruder Ferdinandus das Königreich Neapel zu erben und zu erwarten yat,

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