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Siegfried wollte ihm nun ſchnell nacheilen, allein er fühlte ſich am Arme gehalten; unwillig ſah er zurück, und Duna ſtand in der Mitte des Bürger⸗ häufleins.
Die hatte uns heute Nacht noch gefehlt! jam⸗ merte Kajetan zu ſeinem künftigen Schwieger. Die Alte aber ſprach zu Siegfried: Bleibt ruhig und laßt das Gewürm ſchleichen, Ihr werdet dergleichen Geſchmeiß noch genug zu ſehen bekommen! lohnte es ſich wohl der Mühe, es einzufangen? wenn der Kopf zertreten iſt, dann ſoll an die Glieder die Reihe kom⸗ men! So Ihr mir folgen wollt— wandte ſie ſich zu den Andern— ſo will ich Euch zum Neſt der Schlange leiten, Ihr ſollt Denjenigen finden— was Euch wohl in Staunen ſetzen wird— welcher die Urſache all' die⸗ ſer Störung iſt.—
Die Bürger ſowohl, als Siegfried, wußten ſich die räthſelhafte Rede der Alten nicht zu deuten. Letz⸗ terer begann ſogar ſchon zu fürchten, daß dieſe For⸗ ſchung keine Folge ſeiner Warnung, und dieſe unbeach⸗ tet geblieben ſei; doch hatte Duna's Weſen ſo viel Gewißheit und Ehrfurchtgebiethendes an ſich, daß es weder ihm, noch den Andern einfiel, ihr nicht Folge zu leiſten. Das Häuflein machte ſich daher auf den Weg. Es beſtand aus vier bewaffneten Bürgern, zu welchen Meiſter Schnitzenbaum gehörte, worunter


