Vie Juliſchen Alpen, oberhalb am Urſprunge des Sauſtromes beginnend, nehmen ihre Richtung in einem langen Striche durch Oberkrain, und ziehen ſich dann weiter hinab durch die Mitte des Landes. Es iſt ein hohes, wildes Gebirge, bei drei Meilen in ſeinem engſten Theile breit, und trotz des ſteinigen Bodens mit rieſigen Buchen, Tannen und Fichten bewachſen, welche längs des ganzen Striches eine ungeheure Wild⸗ niß bilden, einen Wald, noch heut zu Tage an Ur⸗ ſtämmen reich, einen Wald, deſſen innere Räume viel⸗ leicht ſeit undenklichen Zeiten kaum betreten worden ſind, da Licht und Tag ſie fliehen, und nur das Gethier ſſie zu durchirren vermag. Dieß iſt der— Bierbaumer⸗ Wald. An beiden Seiten dieſer Wildniſſe, zu den Füßen jener Alpen, hat in den Tagen der Vergangenheit die Geißel des Krieges unzählige Opfer gefunden.
„Mir ſchauert— ſchreibt der heilige Hieroni⸗ mus— wenn ich der Zerſtörungen und Kriegsverwü⸗ ſtungen unſerer Zeit gedenke. Zwanzig Jahre ſind es ſchon und auch darüber, daß zwiſchen Konſtantinopel


