16
und dann raſch fort. Papa nimmt eine Prau für uns. Der Dampfer iſt zu überfüllt. Kommſt Du mit, Wil⸗ helm?“
Van Duizenbeek entſchuldigte ſich mit ſeiner Dienſt⸗ pflicht und verſprach, ſich alsbald im Hauſe des Onkels einzufinden. Die Damen verließen, von Mijnheer Gou⸗ delaar gefolgt, das Verdeck. Im Momente, wo ſie die trennende Barridre überſchritten, wandte ſich aber Su⸗ ſanne noch einmal flüchtig zurück, und einem dunklen Auge, das ihr finſteren Blickes gefolgt war, ſchien es, als ſuche das ihre eine einzelne Geſtalt aus den Sol⸗ datengruppen herauszufinden und als nicke dies lieb⸗ liche Köpfchen ſcheu, aber nicht unfreundlich den früher vergeſſenen Dank herüber.
Ein bitteres Lächeln ſchwebte eine Secunde lang um den von einem dichten ſchwarzen Schnurrbart be⸗ ſchatteten Mund des Mannes, der trotz der groben Uni⸗ form ſo auffallend unter ſeinen Gefährten hervortrat. Der halbverſtohlene Dank erſchien ihm kaum weni— ger beleidigend, als früher die offen gezeigte Verachtung von Seite der ſchnippiſchen Blondine. Es mußte eine ſchmerzliche Gedankenreihe ſein, in die er ſo tief ver⸗ ſunken war, daß er ſogar das die Abtheilung ſammelnde Commando überhörte und dadurch ſeinem Lieutenant Anlaß zur Rüge gab.
V 1


