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„Beim Andenken meiner Mutter! Wäre er's denn auch im Stande?“
Die letzte Frage zeigte, wie groß Paula ſelbſt von dem Manne dachte, um den ſie Beide rangen, und ſprach wie ein Vorwurf zu Hanne. Wie hatte ſie durch den Zweifel den Geliebten verunglimpft.
„Ja, ja, es iſt wahr“, klagte ſie ſich an,„es war abſcheulich von mir, ihm das auch nur zuzutrauen. O, verzeihen Sie mir, Frau Gräfin— möge auch er mir verzeihen“, ſetzte ſie bei, als verriethe ihr eine Ahnung ſeine Gegenwart.— Nun aber verließ ſie die Kraft, ſie ſchwankte und mußte ſich an der Lehne des Sophas halten.
Den Schwächezuſtand ſogleich erſehend, nöthigte Paula ſie zum Niederſitzen, und geleitete die Arme, die alles mit ſich geſchehen ließ, ſelbſt zu ihrem Platze. Fritz wurde immer ängſtlicher, aber er getraute ſich jetzt nicht mehr zu ſprechen, da niemand auf ihn zu hören ſchien. Paula brachte ein Glas Waſſer, und als Hanne gedankt und getrunken, begann das arme Weib, dem die Thränen über die Wangen liefen, mit gepreß⸗ ter, ſtotternder Stimme:
„Und wenn ich's recht bedenke— ſo iſt's wohl ſo, wie Sie es ſagen, Frau Gräfin.— Ich ſeh' es ein,


