Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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nur um eine Linie zu einem Gruß des Dankes zu neigen, an ihm vorüber zu ihrem Knaben.

Der Major verlor kein Wort, er ſah ſich weder nach dem Kinde, noch nach ſeinen theilnahmsvoll her⸗ zugeeilten Angehörigen um und ſtieg ſofort die Wendel⸗

treppe hinab.

Sie hätte auch wohl danken können... meinte Frau Bertha, als man den Hof wieder durchſchritt, um zu dem wartenden Wagen zu gelangen...Aber

dieſe Leute wiſſen ſich vor Stolz gar nicht aus und vernachläſſigen ſogar die gute Sitte. Es wäre ihr eigentlich recht geſchehen, wenn Berndt ſich gar nicht um die ungezogene Range gekümmert hätte, was gibt die Mutter nicht beſſer Acht!... Und ſie deckte ihre Mädchen mit den Armen hier auf ebenem Boden, wie eine Henne mit den Flügeln ihre Küchlein.

Du biſt ungerecht... entſchuldigte Amalie die Fremde...denke Dir nur den Schreck einer Mutter! Du ſahſt ja, ſie war wie verſteinert.

Und ein wenig Haltung iſt mir in ſolchem Falle faſt lieber als ein ungemeſſener Ausbruch des Gefühls. Selbſtbeherrſchung muß man dieſer ſtolzen Dame laſſen.. äußerte der Profeſſor und holte ſich da⸗ mit einen vernichtenden Blick von ſeiner lebhaften, dem aufgeſtellten Ideale ſo wenig entſprechenden Gattin.