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Briefe lagen noch, wo er ſie gelaſſen. Langſam that er ſie zuſammen auf den Schreibtiſch, verſorgte ſie jedoch nicht.
„Iſt er todt?“... fragte ich endlich, da er von ſelbſt nicht darauf kam, meinen geſpannten Blick zu beantworten. Er ſchüttelte den Kopf...„Iſt Hoff⸗ nung da?“ er zuckte die Achſeln.
„Der Arzt glaubt's. Aber was wiſſen die Quack⸗ ſalber“... murrte er, und dann in einen heftigen Ton ausbrechend...„Verdient hat er's wahrlich nicht, wie ein waidwundes Thier zu verkümmern, und um ein Weib, um ſo ein Weib! Ja, wenn's noch das ſeine wäre! Man wüßte wenigſtens, wofür man die Kugel in den Leib bekäme, und meinetwegen— ich wollt' mir auch aus einem Dutzend nichts machen, und wenn's auf der Stelle verenden hieße— aber ſo ein Weib! Du lieber heiliger Martin, nicht einmal die Hälfte eines Mantels verdient ſie, ihre Blöße zu verdecken.“
Von da an bedurfte es nur jeweiliger Leittöne, um dem einmal im Zuge Befindlichen die Uebergänge zu erleichtern, und ich hörte, wie Henriette aus Dépit geheirathet, ihren Ruf wenig genug geſchont. Wie ein boshafter, eiferſüchtiger Verehrer,„einer von den nichts⸗ nutzigen, ſchmarotzenden Tagedieben, ein dicker gift⸗


