Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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thürme erkennen konnte. Auf den drei andern Seiten war der Hof vom dunklen duftigen Wald umſchloſſen, aus dem nur gegen Oſten ein kahler Fels mit den zerfallenen Reſten der alten Burg emporragte. Dort war der Sitz der ſchon in alter Zeit genannten Haune von Bernegg geweſen, bis, ich weiß nicht mehr welches Natur⸗ oder Kriegsereigniß der Herrlichkeit ein Ende machte. Alle Vorfahren meines Freundes dürften ihm nicht geglichen haben, denn ſonſt hätten ſie ſich ſchwer⸗ lich durch Jahrhunderte im Staats⸗ und Hofdienſte rühmlich hervorthun können. Im Gegentheil, ſie mö⸗ gen wohl den Glanz und Luxus des Weltlebens allzu⸗ ſehr geliebt haben, zum wenigſten was meines Freun⸗ des nächſte Vorgänger betrifft, ſonſt würde deſſen Erb⸗ theil wohl reichlicher ausgefallen ſein.

Noth litt er allerdings keine, was Küche und Keller betrifft, befand ſich meine Bewirthung ſogar in den beſten und kundigſten Händen, ja mancher kleine Gutsbeſitzer würde ſich mit dem Inhalte des eiſernen Geldſchranks, der oberhalb des Schreibtiſches im Ar⸗ beitszimmer eingemauert war, für's ganze Leben aus aller Noth und Sorge gefühlt haben, aber der Glanz der Familie war nichtsdeſtoweniger erblichen— und ihn wieder herzuſtellen, das machte meines Freundes ganzen, ſelbſt vor mir geheim gehaltenen Ehrgeiz aus.