15
„So wiſſen Sie alſo, daß ich ruinirt bin“, ſagte er.
„Ruinirt wie die ſteinerne Stiege dieſes Thurms. Aber laſſen Sie mich nur erſt hinunterkommen. Bei Gott, ich habe doch in meinem ganzen Leben nicht ge⸗ dacht, daß ich einmal wünſchen würde, herunterzu⸗ kommen!“
Er lachte über ſeinen Einfall, es war aber nur eine Grimaſſe, die ſogleich erloſch, als der Baron kei⸗ nen Zug ſeiner finſtern Miene veränderte und ſogar barſch erwiderte:
„Laſſen Sie Ihre nutzloſen Verſuche! Sie kom⸗ men hier nicht hinab, ehe wir miteinander im Klaren ſind. Oder wollen Sie ſich den Weg vielleicht mit Gewalt erzwingen? Wollen Sie etwa ringen?“
„Gott ſoll mich bewahren! Ringen!“ kreiſchte der Banquier auf.„Aber ich werde ſchreien. Was iſt das für ein Zwang, mit dem Sie mich hier feſthalten? Machen Sie ein Ende mit dem Scherz oder ich rufe!“
„Das würde ich Ihnen nicht gerathen haben. Fürs erſte würde man Ihren Ruf nur für einen Scherz halten, und wenn auch Jemand käme— wäh⸗ rend ſo viel Zeit vergeht, kann ſich leicht ein unange⸗ nehmer Zufall ereignen. Wenn Sie ſich zu ſehr alte⸗ riren, könnte Sie am Ende der Schwindel erfaſſen.“
„Es iſt ſchon gut, reden Sie nicht vom Schwindel,
—
V


