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Dorf Fully gebettet iſt. Der ſüdliche Wall, weniger wild als der nördliche, dafür aber durch die hoch hin⸗ anreichenden Tannen und Föhren um ſo düſterer, er⸗ reicht nicht gleich jenem über neuntauſend Fuß, aber bis über achthalbtauſend Fuß ragt, wie ein Rieſenzahn grotesk und ſeltſam aus dem Col de la Croix du Coeur herausſpringend, die Pierre à voir ſteil empor. Ungeheure, auf den Höhen und an den Wänden hinge⸗ lagerte Schneemaſſen ſcheinen dem grünen Thal in der Tiefe Verderben bringen zu wollen, bis die Früh⸗ lingsſonne die drohenden Lauinen wegſchmilzt und als ſchäumende Wildwäſſer hinabbrauſen läßt in den blühenden Garten, zu welchem der Lenz das Rhonethal in wenigen ſonnigen Tagen verwandelt.
Ungefähr auf halber Höhe dieſes Bergrückens liegt eine maleriſche Schloßruine, deren alter, ungebrochener Wartthurm trotzig hinabblickt auf die zu beiden Seiten eines Hohlwegs ſteil hinanklimmenden, ſchmuzigen und zerfallenen Häuſer des alten Weilers Gottfrey und die ſo ſtark dagegen contraſtirenden Baulichkeiten des neuen Ortes Saxon unten am Fuße des Berges. Langgeſtreckte, aus Fachwerk wohlfeil und niedrig er⸗ baute Hotels bilden mit dem Stationsgebäude der Eiſen⸗ bahn dieſe junge Anſiedlung, deren Centralpunkt das ſogenannte Caſino iſt. Kur⸗ und Badehaus ſind in


