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ſtät haben den Frieden nicht beſtätigt, den Dero ſiegreicher Bruder Erzherzog Matthias, zur Zeit König von Ungarn, b mit den Türken unterhandelte; die böhmiſchen Herren,
welche als Geißeln bei Abſchluß dieſes Friedens den
Türken übergeben worden, ſind zum Theil dort geſtor⸗ ben und verdorben, und ihre Familien haben einen Haß b geworfen auf den von ihnen erwählten König. Ferner haben Ew. Majeſtät den proteſtantiſchen Standesherren dieſes Kö⸗ nigreichs den ihnen von Ew. Majeſtät in Gott ruhendem b Herrn Vater, dem Kaiſer Maximilian, gegebenen Majeſtäts⸗
brief, der ihnen das Recht freier Religionsübungen und der
freien Wahl ihrer Prädikanten ſicherte, nicht beſtätigt. Dann endlich haben Ew. Majeſtät das paſſauer Volk in ihre Erblande berufen, um mit deſſen Hülfe die widerſpen⸗ ſtigen Standesherren zur Ruhe und zum Gehorſam zu zwingen, ſpäter aber befohlen, daß dies Heer nicht in die böhmiſchen Lande einrücken ſolle, auch den Paſſauern die Zahlung der ihnen zuſtehenden Löhnung verweigert und ſo dieſe Truppen auf die Plünderung des Bauers und Bürgers gleichſam angewieſen. So ha⸗ ben denn die böhmiſchen Stände ſich zum Theil an Ew. Majeſtät glorreichen Bruder gewendet, der mit einem
guten, wohlgeſchulten Heere in Ungarn ſteht, mit einem
Heere, in dem auch viele edle Böhmen mit ihren Hin⸗
terſaſſen dienen, und haben dieſen Fürſten zum Theil um


