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laſſen. So der Habollinger reiches, ſtolzes, grobglied⸗ riges, rothhaariges, ſtreitſüchtiges Geſchlecht. In an⸗ dern Theilen des Landes haben Bildung und Fleiß die Sitten gemildert; die Webereien ſind hier wie in mehreren Bezirken Weſtgothlands der Ruhm der Frauen des Landes.
Dalsland, Weſtgothland und Wermland liegen um den Wenerſee herum, den größten der ſchwedi⸗ ſchen Binnenſeen, wichtig für den gegenſeitigen Handel der Provinzen und berühmt durch ſeine Schönheiten ſowie durch die früheren Kämpfe auf ſeinen Küſten. Oeſtlich über der Grenze zwiſchen Svea und Götha⸗ land befindet ſich der große Wald Tived mit ſeinem hohen Kamm, dem„Getarücken“, nach welchem man Schweden früher in Sunnanſkog(Südwald) und Nor⸗ danſtog(Nordwald) eintheilte. Und hier im Nord⸗ wald, nördlich von Weſtgothland, kommen wir nach Nerike.
Wir ſteigen jetzt— denn aufwärts geht unſere Fahrt— in das alte Svealand,„das Volksland“, das eigentliche Manhem(Männerheimath) empor, wo den älleſten Sagen zufolge der Stamm der Schweden wohnte, wie im ſüdlichen Schweden der Stamm der Gothen.
Nerife liegt im Herzen Schwedens: ein gutes Ländchen, die kleinſte unter den ſchwediſchen Provinzen aber reich an Allem was zu des Lebens Nothdurft und Nahrung gehört. Man ſieht das auf dem Markte in Oerebro, einem anmuthigen Städtchen, wohin das be⸗ triebſame, fleißige Landvolk ſeine Erzeugniſſe in Wald, Acker, Wieſe und Berg, ſowie die Producte ſeiner vielerlei Handarbeiten bringt. Man ſieht es auch an den hübſchen, wohlerhaltenen Wohnungen, die das gutbebaute Land bedecken. Hier ſcheint es gut zu ſein für die Stillen und Ruhigen im Lande, gut zu wohnen und zu bauen, gut auch zu denken und zu ſchreiben. Fär die verſchiedenen Geſchäfte ſind ver⸗ ſchiedene umgebungen erforderlich: für die Arbeit des


