Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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woran Schikaneder ganz gewiß niemals dachte und auch nicht gedacht haben konnte.

Man mag einweinden, was man will, verſetzte der greiſe Gyrowetz,etwas liegt denn doch darin ver⸗ borgen.

Vielleicht, erlaubte ich mir zu bemerken, hat man Schikaneder's notoriſche Unwiſſenheit in dergleichen Din⸗ gen mißbraucht und ihm einen Stoff in die Hände gege⸗ ben, deſſen Tendenz er nicht durchſchaute.

Hierauf erwiederte das greiſe Fräulein Gottlieb: Ich erinnere mich, daß man damals davon ſprach, Schi⸗

kaneder ſei nicht der alleinige Verfaſſer der Zauberflöte!

Dieſe Aeußerung ſchien mir intereſſant genug, ſie im Gedächtniſſe zu bewahren.

Mehre Jahre ſpäter fiel mir die bereits oben er⸗ wähnte Brochüre in die Hände.

Die Enthüllungen, welche darin über die Tendenz der Zauberflöte und über deren Inhalt gemacht werden, ſind derartige, daß man annehmen kann, Schikaneder habe mit der ſtofflichen Anlage des Stückes nur inſoferne zu ſchaffen gehabt, als er mit dem Gebotenen bühnengemäße Aenderung vornahm.

Dieſe Annahme trägt wohl den Charakter der Will⸗ tühr an ſich, iſt jedoch berechtigt, in einem Romane, wie wir es gethan, als Faktum hingeſtellt zu werden.